Oliver Drechsel konzertiert in Haus Eller

Hammerflügel

Tafelklaviere

Kielinstrumente

Pianos

Sammlung Dohr
Pianomuseum Haus Eller
Historische Tasteninstrumente

Fortepianos

Square Pianos

Harpsichords

Pianos

© 1998-2019 by
Christoph Dohr

aktualisiert
Dienstag, 10.09.2019 9:40

I002

1799 | Clavichord Wilhelm Heinrich Baethmann (Hannover)
[Kopie J. C. Neupert (Bamberg), 1999, #31208]

[NEUPERT-Werbetext] Der Name Wilhelm Heinrich Baethmann steht für den hochentwickelten Standard, den der Instrumentenbau in Norddeutschland bereits im 18. Jahrhundert erreicht hatte. Baethmann gehört unmittelbar zu jener Familien-Dynastie Vater, die über mehrere Generationen hinweg im Hannoverschen Raum eine führende Stellung im Bau von Orgeln, Cembali, Spinetten und Clavichorden einnahm. 1782 heiratete Baethmann über eine Tochter Christian Vater d. J. in die Familie ein und führte die lange und erfolgreiche Tradition der Vaters als Instrumentenbauer fort.

Die NEUPERTsche Kopie stützt sich auf das einzige erhaltene Clavichord Baethmanns, ein bundfreies fünfoktaviges Instrument aus dem Jahre 1799. Es befindet sich heute im Goethehaus Frankfurt. Einst gehörte es Charlotte Buff, verh. Kestner, der Johann Wolfgang Goethe in den "Leiden des jungen Werther" ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat. NEUPERT erschließt mit dem Nachbau des Baethmann-Klavichords ein Instrument, das dank seiner Vorgeschichte und seines vollen, modulationsfähigen Klanges ein authentisches Zeugnis der hohen Kunst des Clavichordbaues im "empfindsamen Zeitalter" darstellt.

Tonumfang 5 Oktaven (F1 - f3)
bundfrei
zweichörig, ungedämpfter Anhang
Saitenbezug Messing und Stahl, Tangenten Messing
Länge 176 cm
Breite 55 cm
Gewicht 52 kg

Sämtliche von J. C. Neupert für die Sammlung Dohr gefertigten Kopien sind Einzelanfertigungen nach Auftrag. Sicherlich kann man auch einen historischen Nachbau "von der Stange" erwerben - oft ist dies auch das Sinnvolle. Mehr Freude machen Instrumente, die in Details die Wünsche des Auftraggebers einbeziehen können. Das betrifft nicht nur Äußerlichkeiten (Farbwahl, Korpus-Holzwahl), sondern auch Parameter, die auf das Spiel Einfluss haben. So weist das Clavichord nach Baethmann auf Wunsch von Christoph Dohr speziell bearbeitete Tastenhebelflanken auf, die das Spielgeräusch dieses für den "Sturm und Drang" der Musikgeschichte charakteristischen Instrumentes verringern.