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aktualisiert
Montag, 04.10.2021 8:48

I146

1952 | Clavichord Gebr. Ammer (Eisenberg) #744

Clavichord Gebr. Ammer (Eisenberg) #744

Beschreibung: Ein frühes, klangschönes und gut spielbares Clavichord von Ammer, gebaut in Anlehnung an historische Vorbilder. Geschnitzte Signatur hinten links im Bereich des Anhangs: "AMMER"; Seriennummer 744 (ergibt Baujahr ca. 1952) vorne rechts im Instrument im Bereich des Stimmstockes. Halbdurchlässiger Unterboden; vier ausschraubbare, konisch verlaufende Beine mit quadratischem Grundriss. Zweigeteilter Deckel mit einer Deckelstütze rechts. Als Ganzes (nach hinten) klappbares Notenpult.

Daten

  • Breite: 1510 mm
  • Tiefe: 518 mm
  • Korpushöhe: 186 mm
  • Gesamthöhe: 809 mm
  • Stichmaß: 471 mm
  • Untertasten: 117 mm sichtbare Länge, 43 mm vordere Untertasten-Länge; Belag: Bakelit (?), schwarz
  • Obertasten: 67 mm Länge, Belag: Bakelit (weiß)
  • Stichmaß: 497 mm
  • Umfang: F1 – f= 5 Oktaven, 61 Tasten bzw. Töne
  • durchgängig zweichörig besaitet: im Bass 8' + 4' ("Oktävlein"); von F1 – G; von As – f8' + 8'
  • Voneinander abgesonderte Wirbelfelder im Stimmstock für den Bass-Bereich mit dem "Oktävlein" und für den übrigen Bereich.
  • Stimmton: 435 Hz.

Der Clavichordbauer Joe Racz schreibt dazu: "Als ich bei Ammer Praktikum machte, war dies eines der klangschönsten Instrumente."

Clavichord Gebr. Ammer (Eisenberg) #744
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Clavichord Gebr. Ammer (Eisenberg) #744
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Clavichord Gebr. Ammer (Eisenberg) #744

erworben über eBay in Grub am Forst am 6. April 2020 für die Sammlung Dohr. April bis August 2020 Generalüberholung durch Jan Großbach (Frankfurt-Höchst), finanziert durch den Förderverein Pianomuseum e.V. für das Projekt "Stipendium Clavichord": Auffrischung des Korpus, Neuverleimung Klangsteg und weiterer gelockerter Teile, Berechnung, Erstellung und Aufbringen eines neuen Bezugs unter Beibehaltung des "Oktävleins 4'" im Bass; Regulierung der Tastatur und der Tangenten.

"Stipendium Clavichord" des Fördervereins Pianomuseum e.V. (siehe "Aktionen" [https://pianomuseum.de/aktionen.htm]):
erste Stipendiatin (02-09/2021): Theresa Hagmeyer (Metzingen)
zweiter Stipendiat (10/2021-09/2022): Takahiko Sakamaki (Aachen)

Literatur:

  • Wolfgang Zuckermann: The Modern Harpsichord. Twentieth-Century Instruments and Their Makers. New York: October House Inc., 1969, S. 73-77.
  • Christian Ahrens u.a. (Hg.): 170 Jahre Klavierbau in Eisenberg/Thüringen. Frankfurt/Main 1993, S. 80ff.
  • Hubert Henkel, Art. Ammer, Josef, in: ders., Lexikon deutscher Klavierbauer, 1. Aufl. Frankfurt/Main 2000, S. 19 [vermengt irrig die beiden Firmen Josef Ammer und Gebr. Ammer zu einer].
  • Edward L. Kottick: The "Serien" Builders: Ammer, Neupert, Wittmayer, and Sperrhake. in: ders.: A History of the Harpsichord. Blomington & Indianapolis: Indiana University Press 2003, S. 450 f.
  • Jan Großbach, Atlas der Pianonummern, 10. Aufl. Frankfurt/Main 2005, S. 35 [listet korrekt vier verschiedene "Ammer"-Firmen auf; gibt ein wohl falsches Produktionsende für Josef Ammer an]
  • weitere Quellen: www.clavecin-en-france.org [Diskussionsbeitrag vom 23.07.2006; enthält zahlreiche Fehler; Stand vom 23.01.2008]; die Liste von Großbach unvollständig online unter http://www.bodenseestimme.de/kdr/liste/a.htm usw. [Link geprüft 26.01.2008]; tel. Auskunft von Jürgen Ammer, Schauenburg, 22.01.2008; pers. Gespräch mit Wolf Dieter Neupert, Bamberg, 26.01.2008; tel. Gespräch mit Renate Ammer, Hamburg, 26.01.2008.